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Geschichte zu Glasmosaik

 

    

Geschichte zu Mosaik
Mosaik ist eine schon im Altertum bekannte Gattung der Maltechnik, bei der durch Zusammenfügen von verschiedenfarbigen oder verschieden geformten Teilen (Stein- oder Glasstücken, auch Teilen von Papier oder Stoffen) Muster oder Bilder entstehen. Das Wort Mosaik leitet sich aus dem spätlateinischen Musaicum (opus) (Werk den Musen gewidmet) ab. Als musivische Technik bezeichnet man das Zusammensetzen von verschiedenfarbigen flachen Plättchen (aus Stein, Metall, Holz, etc.) zu dekorativen Mustern.

     Geschichte
Zwischen Euphrat und Tigris, in Mesopotamien nahe der Stadt Ur fand man die ältesten Mosaiken der Welt aus sumerischer Zeit (ca. 2500–3000 v. Chr.) Es handelte sich dabei um Säulen aus Palmenstämmen, die eine Ummantelung mit Asphalt (Mischung aus dem Bindemittel Bitumen und Gesteinskörnung) aufwiesen und mit Mosaiksteinen verziert waren. Mosaiksteine kamen aber auch als Material für Wandfriese in Gebäuden und als Verzierungen von Schmuckkästchen zum Einsatz.
     Griechenland
Die ersten Mosaiken in der griechischen Welt sind Kieselmosaiken. Wie der Name besagt, bestehen sie aus ausgewählten Kieselsteinen, wobei die Farben Schwarz und Weiß dominieren. Ein Beispiel hierfür ist das Mosaik mit Dionysos auf einem Panther in der Hauptstadt des Königreichs Makedonien aus der Zeit von 330 bis 310 vor Christus. Im Hellenismus wurden die Kiesel durch speziell zurecht geschnittene Steine ersetzt. Eine erste Blütezeit erlebte das antike Mosaik im zweiten vorchristlichen Jahrhundert. In dieser Zeit wurden große Bildmotive, die den Fußboden eines ganzen Raumes bedecken konnten, produziert. Das bekannteste Beispiel ist das Alexandermosaik in der Casa del Fauno in Pompeji, andere Beispiele fanden sich in Delos.
     Römisches Reich
Besonders im römischen Reich waren Mosaiken weit verbreitet. Viele Fußböden, aber auch manchmal Wände in Wohnbauten einer gehobenen sozialen Schicht waren mit Mosaiken dekoriert. Im ersten nachchristlichen Jahrhundert waren vor allem schwarz-weiße Mosaike beliebt, wobei geometrische Motive dominieren. Figürliche Darstellungen sind eher selten und werden erst im zweiten Jahrhundert beliebter. Seit dem zweiten Jahrhundert kommen auch wieder mehrfarbige Mosaike vor, die vor allem in den afrikanischen Provinzen besonders beliebt waren und einen eigenen Stil zeigen. Im Osten des Reiches herrschen klassisch griechische Stilelemente und Traditionen vor.
Mosaik wird heute meist industriell gefertigt und auf Netz oder Papier vorgefertigt geliefert. Erhältlich sind diese vorgefertigten Mosaiktafeln als Glasmosaik, Keramikmosaik oder Natursteinmosaik. Eine entscheidende Einschränkung des industriell zum händisch gefertigten Mosaiks besteht in der Form der Steine und der Führung der Fugenlinien. Diese erzeugen bei dem künstlerisch und von Hand verlegten Mosaik durch ihren das Motiv mitbildenden Verlauf eine Zeichnung innerhalb des Motivs sowie durch ihre wellenförmige das Motiv nachzeichnende Linienführung eine Aura um die Motive, die den Reiz eines Mosaiks überhaupt erst ausmacht und die dem pixelartig zusammengestellten industriell gefertigten Mosaik fehlt. Das Deutsche Institut für Normung bezeichnet Materialflächen mit einer Seitenlänge unter 10 cm als Mosaik, bei mehr als 10 cm als Fliesen und ab 30 cm als Platten. Ministeck ist eine moderne Variante des Mosaiks. Das Mosaik gewinnt im kunsthandwerklichen Bereich in neuerer Zeit wieder mehr an Bedeutung. Viele Bastelgeschäfte bieten zunehmend Vorlagen und Mosaiksteine aus Materialien wie Glas, Keramik, Ton, Marmor und mit verschiedenen Formen wie Perlen, Herzen oder Sternen an. Im Main Tower in Frankfurt am Main befindet sich das Wandmosaik Frankfurter Treppe des Berliner Künstlers Stephan Huber. Mit sieben Metern Höhe und 125 Metern Länge zählt der aus 800.000[1] Mosaiksteinen bestehende umlaufende Fries des Haus des Lehrers am Berliner Alexanderplatz als größtes Bildwerk Europas[2]. Der Fries unter dem Titel Unser Leben von Walter Womacka wurde 1964 fertiggestellt, 2004 saniert und steht unter Denkmalschutz.
Berühmte Mosaike















 



Italien

Das Alexandermosaik mit einer Darstellung der Schlacht bei Issos, das bei den Ausgrabungen Pompejis im Haus des Fauns (Casa del Fauno) entdeckt wurde. Das 5,82 × 3,13 m große Mosaik zeigt die kämpfenden Heere und als zentrale Figuren Alexander den Großen und seinen Gegner, den Perserkönig Dareios III. Es befindet sich heute im Archäologischen Nationalmuseum Neapel.




Das Nilmosaik von Palestrina, ein 5,85 × 4,31 m großes Bildmosaik mit Darstellungen aus dem hellenistischen Ägypten. Es wurde gefunden im Heiligtum der Fortuna Primigenia in Praeneste, dem heutigen Palestrina. Eine aus Fragmenten rekonstruierte Fassung ist befindet sich im Museo Nazionale Prenestino, dem ehemaligen Palazzo Barberini-Colonna.



Die Mosaiken frühchristlicher Bauten in Ravenna, die 1996 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurden: die Kirchen San Vitale, Sant’Apollinare Nuovo, Sant’Apollinare in Classe, das Baptisterium der Kathedrale (Ravenna), das Baptisterium der Arianer, und das Grabmal der Kaiserin Galla Placidia.

Die Mosaiken der Villa Romana del Casale auf Sizilien (3500 m² Mosaikfläche aus der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts n. Chr.)
 
Die Mosaiken der Kathedrale von Monreale in der Nähe von Palermo auf Sizilien (6340 m² Mosaikfläche aus dem 12. Jahrhundert)


Spanien

Frühchristliche Mosaikkuppel von Centcelles
Die Mosaiken im Park Güell in Barcelona von Antoni Gaudí (gestaltet 1900–1914)


Türkei
Die Mosaiken des Archäologischen Museums Antakya
Die Mosaiken aus Zeugma im Zeugma-Mosaik-Museum in Gaziantep


Tunesien

Bedeutende Sammlung des Nationalmuseum von Bardo
 
Das Glasmosaik "Sport" von Eduard Bargheer wurde 1962 in den Werkstätten August Wagner gefertigt. Es steht im hannoverschen Stadtteil Calenberger Neustadt neben dem Südeingang der HDI-Arena.  

 

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