Mosani – Gesamtanleitung
1. Allgemeine Hinweise & Informationen
Bitte prüfen Sie vor dem Kauf anhand des Anwendungsetiketts, ob die Ware bzw. der jeweilige Artikel für den angedachten Einsatzzweck geeignet ist. Bei ungeeigneter Verlegung können wir für Beanstandungen nicht haftbar gemacht werden. Achten Sie darauf, dass das Mosaik möglichst aus einer Produktionscharge / Brandfarbe stammt. Verwenden Sie für Verlegung, Verfugung, Schutz und Reinigung nur Produkte, die für das jeweilige Material, den Anwendungszweck und den Untergrund geeignet sind. Informieren Sie sich hierzu bei den Herstellern oder lassen Sie sich durch Fachpersonal beraten. Prüfen Sie vor der Verlegung grundsätzlich die Qualität sowie Farbabweichung, Maßabweichung, Verfärbungen und Schäden. Leichte Schwankungen sind material- und produktionsbedingt möglich. Abgelöste Steine/Fliesen/Paneele können mit Sekundenkleber auf dem Träger (z. B. Netz) erneut angeklebt werden. Defekte oder unschöne Ware bitte austauschen. Bitte immer mit Verschnitt bestellen (Empfehlung: mind. 5%). Bitte beachten Sie: Natursteinmosaik ist ein Naturprodukt mit natürlicher Färbung und kann kleine Vertiefungen, Einschlüsse und Wasseradern aufweisen. Materialabplatzungen bzw. unschöne Steine sind möglich und normal. Prüfen Sie die Ware von vorne und von hinten, tauschen Sie defekte Elemente aus und setzen Sie aus dem Verschnitt passende Steine ein (Klebepunkt auf die Rückseite, an der freien Stelle einsetzen). Lesen Sie vor jedem Arbeitsschritt sämtliche Hinweise der verwendeten Herstellermaterialien. Führen Sie immer eine Probeverlegung – inklusive Verfugung (wenn notwendig) – zur Verträglichkeit der Zusatzprodukte durch. Verlegen Sie nur bei Gutbefund weiter. Warenbeanstandungen müssen immer vor der Verlegung erfolgen. Verlegte Ware ist von der Beanstandung ausgeschlossen; daraus resultierende Folge- / Verlegekosten werden nicht akzeptiert. Empfehlung: Mosaik und Bauchemie ca. 24 Stunden vor der Verlegung trocken im Verarbeitungsraum lagern, damit die optimale Verarbeitungstemperatur von ca. 20°C erreicht wird.
2. Materialeigenschaften – Farben, Design, Mosaikstein-Größe, Verpackungseinheit
2.a Darstellung & Farbabweichungen (Bildschirm/Charge/Fotografie)
Farben, Kontrast und Helligkeit können – unabhängig vom Material – je nach Handy/Tablet/Laptop/Monitor leicht oder stark abweichen. Die Farbgebung hängt von der jeweiligen Charge und dem Herstellungsprozess ab. Besonders bei Naturmaterialien (z. B. Holz) können deutliche Farbunterschiede auftreten (heller/gelblich, dunkler/dunkelbraun oder rötlicher). Abweichungen können durch Produktionschargen, Monitoreinstellungen oder Fotografie bedingt sein. Dies gilt insbesondere für Naturstein: Verfärbungen (z. B. braune Schlieren oder Punkte) können je nach Charge vorhanden sein oder fehlen. Solche Variationen gehören zu den natürlichen Eigenschaften des Materials. Metallanteile können sich braun verfärben, was besonders bei hellem/weißem Naturstein auffällt. Abbildungen dienen lediglich zur Veranschaulichung der grundlegenden Eigenschaften. Bei hohen Anforderungen an Farbgenauigkeit empfehlen wir ein Muster, um unnötige Rücksendungen zu vermeiden.
2.b Grundfarbe & weitere Reflexionen / Farbschimmer
Wir geben je Artikel in der Regel nur die Grundfarbe(n) an. Je nach Material und Lichteinfall können jedoch weitere Farbschimmer (z. B. lila, grün, changierend) auftreten, die nicht vollständig spezifiziert werden können. Irisierende Steine, Steinoptik-Materialien und changierende Steine zeigen häufig zusätzliche Reflexionen, die oft erst nach Erhalt sichtbar sind. Naturstein zeigt seine volle Farbpracht oft erst nach Imprägnierung oder Ölung; die Wahrnehmung ist subjektiv. Daher empfehlen wir grundsätzlich ein Muster zur Vorprüfung.
2.c Beispielbild / Vorschau bei Design- & Mischware
Angebotsbilder dienen als Vorschau/Beispielbild. Mosaikplatten mit Designs, Bildern, Schrift, Zeichen oder Mischungen können von der Darstellung abweichen. Es gibt zufällig produzierte Ware und fest definierte Ware – dies ist vor der Verlegung zu prüfen. Die Vorschau zeigt Charaktereigenschaften; Naturprodukte können stärkeren Schwankungen unterliegen.
2.d Natürliche Unregelmäßigkeiten & Prüfpflicht vor dem Verlegen
Absplitterungen an Ecken/Kanten (Kantenbruch), feine Riefen sowie Unregelmäßigkeiten in Form/Größe/Fläche einzelner Steine sind typische Produkteigenschaften und stellen keinen Mangel dar. Es kann vorkommen, dass Steine abgefallen sind, fehlen oder falsch eingesetzt sind. Je nach Steinformat befinden sich auf 1 m² ca. 100 bis 1000 Mosaiksteine; eine 100% fehlerfreie Anlieferung ist praktisch unmöglich. Jede Matte ist vor dem Verlegen von vorne und hinten auf defekte/unschöne/fehlende/unpassende Steine sowie Fremdkörper zu prüfen. Defekte Steine werden entfernt, die Matte verlegt und an der freien Stelle ein Stein aus dem Verschnitt eingesetzt. Wir öffnen nicht jeden Karton zur Einzelkontrolle; zudem können trotz bester Verpackung Transportschäden auftreten. Diese Hinweise gehören zu den Produkteigenschaften.
2.e Übliche Toleranzen / Normen / Sichtprüfung
Branchenüblich sind pro Matte ca. 1–5% Bruch, Kratzer oder defekte Steine. Dies ist grundsätzlich kein Mangel. Auch nach Verlegung/Verfugung kann es durch Spannungen zu Rissen kommen oder ein beschädigter Stein wurde übersehen – das ist eine materialtypische Eigenschaft. Viele Mosaike werden gemäß DIN EN 14411 gefertigt; visuelle Qualitätskontrolle nach EN ISO 10545-2. Im Bereich Oberflächenqualität müssen mindestens 95% der Fläche pro m² fehlerfrei sein (max. 5% geringfügige optische Mängel). Beurteilung: 300 Lux, 1 m Abstand, Betrachtungswinkel 90°. Sichtbar auffällige Elemente, die nach dem Verfugen störend wirken oder als störend empfunden werden könnten, sind durch den Fliesenleger bei der Verlegung auszusortieren und nicht zu verlegen. Reklamationen für bereits verlegte Ware können nicht anerkannt werden.
2.f Einzigartigkeit & Fugenbild / Netz kann durchscheinen
Jeder Stein ist einzigartig; kein Stein gleicht zu 100% einem anderen. Das beeinflusst Fugenbild und Abstände – natürliche Unregelmäßigkeiten sind normal und beabsichtigt. Bei transparentem Mosaik kann bei rückseitiger Netzverklebung das Netz je nach Stein gelegentlich durchscheinen.
2.g Mattenmaß / Fugmaß / Netzentspannung (bis ca. 10%)
Maße von Matten und Fugen können je nach Charge und Verlegetechnik variieren. Das Netz (Gage) kann sich im Mörtel entspannen; je nach Gage kann sich die Matte bis ca. 10% dehnen. Es gibt auch Matten, die sich zunächst zusammenziehen und sich im Kleber entspannen.
2.h Größenangaben als ca.-Werte / Maßtoleranzen
Größenangaben für Fliesen, Mosaike und Matten sind stets ca.-Werte. Je nach Charge und Werkzeug können Toleranzen auftreten, besonders bei handgefertigten Natursteinprodukten (z. B. Natursteinkiesel). Abweichungen von bis zu 1–2% bei Stein-/Fliesen-/Netzgröße sind möglich. Beispiel: Matte 305×305 mm kann 1–2% abweichen. Bei Mosaiksteinen sind Abweichungen in Breite/Höhe/Stärke bis zu ca. 2% möglich (z. B. 25×25 mm ≈ 24,5–25,5 mm; Stärke 6 mm ≈ 5,5–6,5 mm). Netzgrößen variieren je nach Charge/Lieferant/Hersteller (z. B. 300×300, 305×305, 322×322, 327×327 mm etc.).
2.i Längenangabe (Länge × Breite) zur Flächenberechnung
Länge × Breite wird zur Flächenberechnung angegeben. Bei römischem Verband oder Verbundmosaik kann die tatsächliche Länge/Höhe abweichen (z. B. Stäbchen ragen über das Nennmaß hinaus oder greifen ineinander). Die Angabe dient der vereinfachten Flächenberechnung.
2.j Nachbestellungen / Chargen / Prüfpflicht nach DIN
Bei getrennten Bestellungen/Nachbestellungen können unterschiedliche Chargen geliefert werden. Ton-, Struktur- und Maßabweichungen sind nach Herstellertoleranzen sowie DIN EN 14411 zulässig (z. B. bei Produktionsläufen, Werkzeugwechseln, Materialchargen). Normbedingt kann nie zu 100% gewährleistet werden, dass alle Elemente optisch vollkommen identisch sind.
Gemäß DIN 18157 und den anerkannten Regeln des Fliesenlegerhandwerks besteht eine Prüfpflicht des Verarbeiters:
- Sichtprüfung jeder Matte auf Farbton, Struktur, Maßhaltigkeit und Abweichungen
- Großflächige Trockenverlegung vor Beginn, um das Gesamtbild zu beurteilen
- Bei vorderseitig papierkaschierter Ware Prüfung durch Vergleich der Rückseiten (Vorderseite nach Papierablösung vollständig sichtbar)
- Sicherstellen eines harmonischen Gesamtbilds, bevor Kleber aufgetragen / Matten fixiert werden
Der Fliesenleger darf Material mit erkennbaren Abweichungen nicht ohne Rücksprache einbauen. Werden sichtbare Farbunterschiede trotz Trockenprüfung verarbeitet, liegt dies im Verantwortungsbereich des Verarbeiters. Empfehlung: Menge möglichst vollständig in einer Bestellung inkl. ausreichender Übermenge beziehen, damit Matten aus einer Charge stammen und die Trockenverlegung optimal erfolgen kann.
2.k Mischungen / Sondermischungen
Mischungsverhältnisse werden prozentual ermittelt und beziehen sich auf die Gesamtfläche von ca. 1 m². Sondermischungen werden nach dem Zufallsprinzip produziert.
2.l Trägerarten / Verklebungen
Produkte bestehen in der Regel aus Mosaiksteinen, die entweder auf Papierbögen befestigt sind oder rückseitig mit einem Netz verklebt sind. Je nach Produkt können auch Netzverklebung, PUR-Verklebung oder Dot-Joint-Verklebung verwendet werden.
3. Untergrund & Zuschnitt
Der Untergrund muss fest, glatt, plan eben, tragfähig, trocken und staubfrei sein. Unebenheiten immer spachteln. Weiße Untergründe mit weißem Flexkleber vorbereiten und nach ca. 12 Stunden mit einem Schleifstein schleifen (Schleifstaub absaugen). Glatte und extrem dichte Untergründe aufrauen. Zementierte/mineralische Untergründe (Estrich, Putz, Gipskartonplatten) vorab mit Primer grundieren. Bei Hartschaumträgerelementen ist dies in der Regel nicht erforderlich. Für den Zuschnitt nur materialgeeignetes Werkzeug verwenden. Tipp: Zuschneiden durch Planung reduzieren (Bruchgefahr). Markierungen nur mit nicht-permanenten Stiften.
3.1 Zuschnitt nach Material
- Aluminium / Edelstahl / Kupfer: Nassschneider oder Metallsäge; Schnittkanten mit Schleifpapier/Metallfeile glätten; keine stark haftenden Materialien auf der Oberfläche befestigen, die später entfernt werden sollen.
- Glasmosaik: Einzelstein: Mosaikzange; ganze Matte: Winkelschleifer mit Diamantscheibe oder Nassschneider mit Diamantsägeblatt; Schneidelinien vorzeichnen; schrittweise in mehreren Durchgängen schneiden; Kanten glätten.
- Artificial / Naturstein / Natursteinkombination: Nassschneider oder Winkelschleifer mit Diamantscheibe/Trennscheibe für Stein.
4. Verlegung
Geeigneten Startpunkt wählen und Abmessungen von Stein/Matte sowie das optische Erscheinungsbild berücksichtigen. Immer mit ganzen Matten starten und zum Ende mit Teilstücken ergänzen. Mosaikstärke/Mattenform beachten, wenn mit anderen Materialien kombiniert wird. Matten vorab trocken auslegen bzw. anhalten. Abstand zwischen Matten beachten; Fugenbreite der Steine muss zwischen Matten fortgeführt werden. Hilfreich: Linien auf der Fläche vorzeichnen.
Kleber/Mörtel nicht zu flüssig anmischen (Verrutschen vermeiden). Nur kleinflächig auftragen (Zahnspachtel: Rechteckzahnung 2,5 mm breit / 3,5 mm tief oder Quadratzahnung 4×4 mm bzw. 6×6 mm in Außen-/Dauernassbereichen). Anschließend glätten, um hohlraumfrei zu verlegen und Abzeichnungen zu vermeiden. Oberfläche während der Verlegung sauber halten und eingedrückten Kleber aus den Fugenkammern entfernen. Verwenden Sie nur weißen Kleber/Mörtel (Durchscheinen vermeiden), passend zu Material, Einsatzbereich und Untergrund.
4.1 Kleberempfehlung nach Material
- Glas / Aluminium / Edelstahl / Kupfer: Weißer, polymervergüteter, hydraulisch schnell erhärtender für nicht saugende Materialien (Epoxidharzkleber und Fuge); Strichrichtung einhalten.
- Artificial / Keramik / Naturstein / Natursteinkombination: Weißer, natursteingeeigneter, polymervergüteter, hydraulisch schnell erhärtender Epoxidharzkleber und Fuge für saugende Materialien.
- Mosaike mit Folien für Farben, auch Gold, Silber und Metall oder als Dekor Optik, ausnahmslos mit Epoxidharzkleber und Fuge verarbeiten. Zementäre Kleber können reagieren und die Folie beschädigen.
- Immer eine Testklebung und verfogung vornehmen
4.2 Dauernassbereich
Im Dauernassbereich nur mit chemikalienbeständigem Reaktionsharzkleber bzw. Epoxidharzkleber (2-komponentig) verlegen. Zusätzlich Hersteller kontaktieren (Materialfreigaben/Alternativen). Glasmosaik im Pool idealerweise vorderseitig papierverklebte Ware. Kleber ca. 24 Stunden trocknen lassen, bevor verfugt wird.
5. Verfugung
Kleinflächig mit geeigneter Fugenmasse verfugen. Fugenflanken und Untergrund müssen trocken und frei von haftungsfeindlichen Bestandteilen sein. Kleberreste gleichmäßig tief auskratzen. Fugen dürfen während der Verfugung nicht nass sein. Fugenmasse mit Gummischieber/Gummibrett einbringen. Überschuss mit Schwammbrett/Handschwamm entfernen. Zeitnah mit trockenem Lappen reinigen. Fugenmasse einen Tag austrocknen lassen, bevor gründlich gereinigt wird. Hinweis: Einige Mosaike haben Vertiefungen (Design/Material). Fugenreste können dort verbleiben und einen Strähnchen-/Schliereneffekt erzeugen. Reduzierung nur durch sofort gründliche Reinigung und tonähnliche Fugenfarbe; starker Kontrast verstärkt den Effekt.
5.1 Verfugung nach Material
- Aluminium / Edelstahl / Kupfer: Nach Klebertrocknung polymervergütete Fugenmasse für nicht saugende Materialien; quarzsandhaltige Fugen können bei falschem Werkzeug Kratzer verursachen; ungeeignete Inhaltsstoffe können die Oberfläche angreifen; keine stark haftenden Materialien aufkleben, die später entfernt werden sollen.
- Glasmosaik: Nach Klebertrocknung polymervergütete Fugenmasse für nicht saugende Materialien; quarzsandhaltige Fuge kann kratzen; Fugenkammern vollständig füllen (Lichtbrechungen vermeiden).
- Artificial / Keramik / Naturstein / Natursteinkombination: Nach Klebertrocknung natursteingeeignete, polymervergütete Fugenmasse für saugende Materialien.
5.2 Dauernassbereich
Im Dauernassbereich ausschließlich chemikalienbeständige Reaktionsharz-Fugenmasse (Epoxidharzkleber) verwenden.
6. Schutzhinweise
6.1 Naturstein- und Natursteinkombinationsmosaik
Natursteinmosaike nach der Verlegung und vor der Verfugung mit natursteingeeignetem Fleckschutz imprägnieren. Für farbkräftige Oberfläche nach der Verfugung mit natursteingeeignetem Farbvertiefer behandeln.
6.2 Unglasiertes Keramikmosaik
Bei unglasiertem Keramikmosaik ggf. Fleckschutz auftragen, wenn die Oberfläche geschützt werden soll. Bitte mit den jeweiligen Bauchemie Lieferenten abstimmen, das falsche Produkt kann zur Fleckenbildung führen.
7. Reinigung
Mit warmem Wasser und Tuch reinigen. Keine Wachse, Öle oder Säuren verwenden. Niemals Scheuermittel, scheuernde Schwämme oder Reiniger mit starken chemischen Zusätzen nutzen, da diese die Oberfläche angreifen/zerkratzen können.
- Aluminium / Edelstahl / Kupfer: weicher Schwamm, warmes Seifenwasser oder Alkohol; keine säurehaltigen oder basisch schleifenden Reiniger.
- Artificial / Glas: handelsübliche, nicht alkalische Glasreiniger ohne schleifende Bestandteile.
- Naturstein / Natursteinkombination: fettfreie, nicht alkalische Natursteinreiniger (idealerweise vom Hersteller der Imprägnierung/Farbvertiefer). Imprägnierung schützt nicht vor Säure. Keine sauren „Grauschleier-Entferner“ und keine alkalischen/sauren/ätzenden Reiniger. Bei Kombinationsmosaik auch Hinweise der anderen Materialien beachten.
8. Selbstklebende Ware (DIY) – Gebrauchsfertige Ware auf selbstklebender Unterlage
Wichtig: Ware nicht im Freien oder in hoher Luftfeuchtigkeit lagern. Nicht im Nass- und Dauernassbereich verwenden. Nicht im Duschinnenbereich oder an Stellen mit permanentem Wasser (z. B. Swimmingpool) einsetzen. Extreme Hitzezonen (z. B. Kamine, Gasherde, offene Flammen) vermeiden.
Oberfläche muss sehr sauber, trocken und staubfrei sein. Nicht auf poröse/grobe, latex-, vinyl- oder PVA-haltige Oberflächen oder Tapeten kleben. Nach dem Ankleben sind Matten schwer entfernbar – daher jede Matte passgenau ausrichten. Bei Fehlpositionierung sofort entfernen; entfernte Ware kann nicht wiederverwendet werden und muss ersetzt werden.
Geeignet nur für Wandflächen im Innenbereich. Vorab an der Fläche testen. Geeignete Untergründe: gestrichene Wände (Trocknungszeit beachten), glatte Fliesen, Gipskartonplatten, MDF-Platten. Alle Oberflächen müssen trocken, glatt, sauber und frei von Fett/Staub/Schmutz sein. Untergrund muss das Gewicht tragen können.
8.1 Schritt-für-Schritt Montage (DIY)
- Reinigen: Fläche gründlich reinigen; alle Rückstände (Kleber, Fett, Schmutz) vollständig entfernen; ausreichend trocknen lassen.
- Temperatur: Oberfläche auf Raumtemperatur (ca. 20°C) kommen lassen.
- Startpunkt: Erste Matte muss perfekt gerade sitzen; Startpunkt festlegen; ausreichend Zeit nehmen.
- Vorpositionieren: Matte auflegen, bevor das Schutzpapier entfernt wird; Linie/Konturen mit Wasserwaage & Bleistift vorzeichnen.
- Zuschneiden: Geeignetes Werkzeug verwenden.
- Abziehen: Obere Kante an der Linie ausrichten; Schutzpapier langsam abziehen.
- Kleben: Matte nach und nach anbringen; mit Druck (z. B. Schwammbrett) anpressen, bis Schutzpapier komplett entfernt ist.
- Versiegeln: Abschlusskanten zwischen Wand und Matte mit Silikon versiegeln.
9. Reparatur / Austausch defekter Steine & Verschnitt
9.1 Empfehlung Verschnitt
Bitte kalkulieren und bestellen Sie grundsätzlich 5–10% Verschnitt (je nach Verlegetechnik). Gründe: Zuschnitte an Rändern/Ecken/Kanten, Austausch bei Defekten, sowie ggf. fehlende Chargengleichheit bei späterem Ersatz.
Es ist selten, dass Lieferungen zu 100% fehlerfrei ankommen. Bei hunderten oder tausenden Steinen/Fliesen/Paneelen ist es eher die Ausnahme, dass keine Teile defekt sind; zudem können Transportschäden auftreten. Kleine Defekte können üblicherweise mit Verschnitt sofort behoben werden, ohne Arbeitsunterbrechung oder Wartezeit auf Ersatz.
9.2 Austausch defekter Steine vor und während des Verlegevorgangs
- Matte/Fliese/Paneel von vorne und von hinten prüfen.
- Beschädigte/fehlende Teile entfernen.
- Matte/Fliese/Paneel gemäß Anleitung verlegen.
- Wenn kein passender Verschnitt vorhanden ist oder der Schaden zu groß ist: Foto als Nachweis senden (für Prüfung/Ersatz). Alternativ: Stein aus dem Verschnitt nehmen, Klebepunkt auf die Rückseite und an der freien Stelle einsetzen.
- Nach Verlegung und Verfugung erneut prüfen und ggf. weitere defekte Teile austauschen.
Hinweis: Ein Prozentsatz von ca. 5% an defekten Steinen/Fliesen/Bordüren/Paneelen gilt als normal und ist grundsätzlich nicht als Mangel zu deklarieren. Wir sind in der Regel kulant; Verschnitt verhindert Stillstand. Defekte Teile bitte bevorzugt für Ecken/Kanten/Verschnitt nutzen und in der Regel nicht entsorgen.
9.3 Wenn kein Verschnitt eingeplant wurde
Sollte kein Verschnitt einkalkuliert sein und Sie Ihre Arbeit deshalb nicht fortsetzen können, bitten wir um Information. In der Regel senden wir kostenfreien Ersatz zum Austausch (nach Prüfung).
10. Abkürzungen & Hinweise
- AEM = Aluminium- / Edelstahl- / Kupfermosaik
- ASM = Artificialmosaik
- GM = Glasmosaik
- KM = Keramikmosaik
- KMU = Keramikmosaik unglasiert
- NM = Natursteinmosaik
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